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Industriewasser

42. Bundes-Immissionsschutzverordnung

Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider werden in Zukunft besser überwacht

Überall, wo warmes Wasser gespeichert wird lauern Legionellen – ob in Wasserleitungen, Klimaanlagen oder in Schwimmbädern. Einige wenige dieser Bakterien können ausreichen, um eine schwere Lungenentzündung zu verursachen. Das Robert-Koch-Institut schätzt die Zahl der Erkrankungen in Deutschland auf etwa 6.000 bis 10.000 Fälle pro Jahr. Die Hochrechnung von CAPNETZ (Kompetenznetz Ambulant Erworbene Pneumonie) geht sogar von 15.000 bis 30.000 nicht im Krankenhaus erworbenen Pneumonien pro Jahr aus. Damit wären 4 % der Lungenentzündungen in Deutschland, die nicht in Krankenhäusern erworben wurden auf eine Legionellen-Infektion zurück zu führen. Die Sterblichkeit wird dabei auf bis zu 10 % geschätzt. Man muss also von rund 3.000 Todesfällen pro Jahr ausgehen. Das entspricht annähernd der Anzahl an Verkehrstoten pro Jahr in Deutschland.

Neue Legionellenverordnung ist rechtsverbindlich
Um die Gefahr solcher Legionellen-Ausbrüche wie beispielsweise zuletzt in Bremen oder Warstein zu minimieren, hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)  die 42. Verordnung über Verdunstungskühlanlagen und Nassabscheider (42. BImSchV.) veröffentlich. Sie trat bereits am 19. August 2017 in Kraft und beinhaltet zahlreiche neue Pflichten und Vorgaben für die Anlagenbetreiber. Grundlage der Verordnung ist die VDI 2047, Blatt 2. Allerdings ist sie als gesetzliche Verordnung nicht nur eine Richtlinie. Sie muss zwingend umgesetzt und dokumentiert werden.

Anzeigenpflicht für neue und bestehende Anlagen
Die 42. BImSchV beinhaltet konkrete Vorgaben für einen hygienisch einwandfreien Betrieb von Verdunstungskühlanlagen, Kühltürmen und Nassabscheidern.
Unter anderem gibt es jetzt eine Anzeigenpflicht für alle neuen und bestehenden Anlagen. Im Falle eines Legionellenausbruchs können die lokalen Behörden so den Austragungsort schneller und effektiver lokalisieren. Das ist immens wichtig. Denn im Ernstfall zählt jede Sekunde. Eindämmung hat hier Vorrang vor Ursachenforschung und Haftungsfragen. Und nur wenn die Ausbruchsquellen schnell identifiziert werden, können die Betreiber zum Biozid-Einsatz aufgefordert werden.

Die Gefahr lauert praktisch überall
Wasser wird in vielen technischen Prozessen, wie in Rechenzentren oder in der Lebensmittelproduktion zur Kühlung verwendet. Die Zahl der hierfür notwendigen Verdunstungskühlanlagen wird in Deutschland auf rund 50.000 geschätzt. Sie bergen das Risiko, zur Quelle von Legionellen-Infektionen zu werden. Denn das umlaufende Wasser hat eine für die Vermehrung dieser Bakterien optimale Temperatur und bietet aufgrund seines Kontakts mit der Atmosphäre ein reiches Nahrungsangebot.
Die Gefahren und die gesundheitsschädlichen Wirkungen von Legionellen werden in der Richtlinie VDI 2047 und erweitert in der VDI 4250 Blatt 2 beschrieben. An einer Richtlinie zum Ausbruchsmanagement wird von Seiten des VDI ebenfalls bereits gearbeitet.

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