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Wärmeträgerfluids

VDI 2035
Antworten auf die wichtigsten Fragen

Die moderne Heizungstechnik hat sich in den vergangenen Jahren spürbar weiterentwickelt. Die optimierte Effektivität der Heizungsanlagen und die gleichzeitige Reduktion der Geräteumfänge führen zwangsläufig zu einer erhöhten Sensibilität des gesamten Heizkreislaufs. Besonderes Augenmerk gilt hier dem Ergänzugs- und Füllwasser. Mikroorganismen, Härtebildner und eventuelle Sauerstoff-Konzentrationen müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Andernsfalls können die Folgen fatal sein. Denn Kesselsteinbildung sowie abgas- und wasserseitige Korrosion können einer Heizanlage massiven Schaden zufügen.
Vor diesem Hintergrund stellt die von der VDI-Gesellschaft "Bauen und Gebäudetechnik" (GBG) herausgegebene Norm VDI 2035 eine Sammlung von Richtlinien dar, deren Zielsetzung darin besteht, Vorgaben und Handlungsempfehlungen für den richtigen Umgang mit Heizungswasser auszuarbeiten und zu veröffentlichen. Die VDI-Richtlinienreihe 2035 wurde erstmals 1979 publiziert und gilt als eine der wichtigsten technischen Regeln im Bereich der Wärme- und Heiztechnik.

Was versteht man unter VDI 2035?

Die VDI 2035 repräsentiert eine bundesweit gültige Richtlinie, die anwendungstechnisch orientierte Regeln zur Wasserbehandlung und -aufbereitung vorgibt. Ziel ist es, Schäden an Warmwasser Heizanlagen weitgehend zu vermeiden. Grundsätzlich hat die VDI 2035 empfehlenden Charakter. Sie ist allerdings dann verpflichtend einzuhalten, wenn Heiztechnik-Anlagen errichtet, modernisiert oder saniert werden.
Die Richtlinie 2035 besteht aus drei Teilen und beinhaltet Schutzmaßnahmen gegen Steinbildung sowie wasserseitige und abgasseitige Korrosion. Das Ziel: Durch sorgfältige Planung und Koordination sämtlicher Schutzmaßnahmen soll die Qualität des Umlaufwassers massiv erhöht werden. Dies kommt nicht nur der verbauten Heiztechnik zu Gute. Es reduziert zudem die Kosten für die Warmwasseraufbereitung und schützt die Umwelt.
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Welchem Zweck dient die Richtlinie VDI 2035?

Die dreiteilige Richtliniensammlung VDI 2035 mit dem Titel: "Vermeidung von Schäden in Warmwasser-Heizungsanlagen" beschreibt den aktuellen Stand der Heiztechnik und erhebt hohe qualitative Ansprüche an das Umlaufwasser in Heizungsanlagen. Der erste Teil der Richtlinie bezieht sich auf die Kesselsteinbildung und Sedimentierung, während die Teile zwei und drei jeweils die wasserseitige und abgasseitige Korrosionsbildung zum Inhalt haben. Die Richtlinie hat in der Branche mittlerweile den Charakter eines Standards erlangt. So verweist auch die bundesdeutsche Richtlinie DIN EN 12828 "Heizungsanlagen in Gebäuden - Planung von Warmwasser-Heizungsanlagen" auf die in der VDI 2035 festgelegten Anforderungen an den Heizungswasserumlauf.
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Worum geht es in der VDI Richtlinie 2035?

Die Richtlinie VDI 2035 behandelt Entstehung und Ursachen von Schäden und Defekten am Heizungskreislauf und nennt Grenzwerte für die Qualität von in Heizungsanlagen befindlichem Umlaufwasser. Darüber hinaus beschreibt sie Maßnahmen, die einen sicheren und störungsfreien Betrieb von Heizanlagen gewährleisten sollen. 
Die wesentlichen Kriterien der VDI 2035:

  • Planung und Installation von Heizungsanlagen
  • Inbetriebnahme von Heizungs-Systemen sowie deren sicheren Betrieb und die fachmännische Wartung
  • Maßnahmen zur Wasseraufbereitung (Enthärtung, Entsalzung und Stabilisierung des pH-Werts)
  • Professionelle Wasserbehandlung
  • Fachgerechter Umgang mit Wasserdruck

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Welche Ziele verfolgt die VDI-Richtlinie 2035?

Die VDI 2035 gibt seit Jahren die Grenzwerte für die Wasserqualität in Heizkesseln vor. Ziel ist es, Schäden durch Steinbildung und Korrosion weitestgehend zu minimieren. Um den Gehalt metallischer Partikel im Umlaufwasser niedrig zu halten und somit eine freie Verteilung der Heizwärme zu gewährleisten, fordert die VDI Richtlinie 2035 eine fachgerechte und qualitätsgesicherte Planung von Heizungsanlagen. Insbesondere legt die Richtlinie Wert auf eine überlegte Wahl der Materialien sowie auf geeichte bzw. korrekt eingestellte Messgeräte. Relevant sind diesbezüglich der pH-Wert, die elektrische Leitfähigkeit und der Härtegrad des Umlaufwassers.
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Was sind die Anwendungsbereiche der VDI 2035?

Die Zielbereiche der VDI 2035 im Überblick:

  • VDI 2035 Blatt 1: Bildung von Kesselstein
  • VDI 2035 Blatt 2: Wasserseitige Korrosion
  • VDI 2035 Blatt 3: Abgasseitige Korrosion

VDI 2035 Blatt 1:
Thema: Kesselsteinbildung innerhalb des Heizsystems im Niedrigtemperatur-Betrieb, wenn die Vorlauftemperatur 100 °C nicht überschreitet.
Der Bereich richtet sich an alle Erwärmungssysteme von Trink- bzw. Nutzwasser nach DIN 4753 sowie an den Warmwasserbetrieb von Heizungsanlagen nach DIN 12828. Der Fokus hier sind Kalk-Sedimentierungen auf Wärmeleitflächen, insbesondere an den Rohrleitungen. Sie enstehen u.a. durch alkalisches Umlaufwasser  wie z.B. gewöhnliches Leitungswasser.

VDI 2035 Blatt 2:
Thema: Entstehung und Folgen wasserseitiger Korrosion in Heizungsanlagen
Korrosive Vorgänge sind immer abhängig von den Werkstoffen der Heizungsanlage sowie der Beschaffenheit des Heizungswassers. In jedem Fall führt dieser elektrochemische Vorgang unweigerlich zu einer massiven Zersetzung metallischer Elemente bzw. Rohrleitungen im Heizkreislauf. Lösen sich korrosive Bestandteile, können sie sich in Verbidnungsstücken und Armaturen absetzen. Die Heizwärme kann nicht mehr gleichmäßig in der Anlage verteilt werden.

VDI 2035 Blatt 3:
Thema:  Ursache und Wirkung von abgasbezogener Korrosion in geschlossenen Heizungsanlagen.
Ein Schwerpunkt hier sind Undichtigkeiten im geschlossenen System. Denn tritt z.B. Sauerstoff in den Heizkreislauf ein, ist ein einwandfreier Betrieb der Anlage nicht mehr möglich. Um Korrosionsbildung durch Abgase zu vermeiden, kommt es daher neben der gewissenhaften Planung auch auf die fachmännische Ausführung und den sicheren Betrieb der Anlage an. Dadurch kann das Risiko einer abgasseitigen Korrosion auf ein Minimum reduziert werden. Monteure bzw. Fachbetriebe des Heizungsbaus sind daher laut VDI 2035 gefordert, qualitätsgesicherte Standards für die Errichtung von Heizungssystemen zu erstellen und nach diesen vorzugehen.
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Was passiert, wenn die Wasserqualität nicht geprüft wird?

Der größte Feind moderner Heiztechnik ist neben dem Sauerstoff die Belagsbildung. Diese Ablagerungen bilden sich immer dann auf allen wärmeleitenden Flächen, wenn alkalisches Heizungswasser auf eine heiße Oberfläche trifft. Die anschließende chemische Reaktion bewirkt das Ausfällen von ungelöstem Kalk. Diese Kalkrückstände setzen sich in allen Teilen des Heizsystems ab und führen zu einer massiven Verringerung der Heizleistung. Wird nun versucht, diese verminderte Wärmeabgabe durch einen Dauerbetrieb der Heizungsanlage auf höchster Leistungsstufe zu kompensieren, kann es zu Rissen und Undichtigkeiten im Material sowie zu allgemeinen Verschleißerscheinungen kommen. Im Extremfall führt die Überhitzung mechanischer Teile zum Brand im Heizsystem. Platzen Teile ab, können sie sich an Rohrleitungen ablagern und den Durchfluss massiv behindern. Die Folge: Der Druckverlust steigt an und die Heizwärme verteilt sich nicht mehr richtig in der gesamten Anlage. Daher gilt: Je regelmäßiger und gründlicher eine Heizungsanlage gewartet wird und je öfter deren Heizwasserqualität geprüft wird, desto geringer ist die Gefahr von Ablagerungen und Effizienzverlust.
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Welche Kriterien gelten gemäß VDI 2035 für Heizungswasser?

Um den zuverlässigen Betrieb von Warmwasser- und Trinkwasseraufbereitungsanlagen sicherstellen zu können, werden an das Umlaufwasser nach VDI 2035 konkrete Anforderungen gestellt. Ziele sind vor allem eine Verbesserung der elektrischen Leitfähigkeit des Heizungswassers sowie die Optimierung von Härtegrad und pH-Wert. Umlaufwasser, dessen Qualität die Vorgaben der Richtlinie VDI 2035 nicht erreicht, kann durch fortschreitende Korrosion beweglicher Teile der verbauten Heiztechnik sowie durch Kesselsteinbildung die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer einer Heizanlage wesentlich beeinträchtigen.
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Welche Verfahren zur Heizwasseraufbereitung gibt es laut VDI 2035?

Die Richtlinie VDI 2035 unterscheidet zwei Verfahren:

  1. Heizwasseraufbereitung:
    Dem Wasser werden Schadstoffe wie z.B. Härtebildner oder Bakterien nachhaltig entzogen.
  2. Heizwasserbehandlung:
    Dem Umlaufwasser werden neutralisierende Stoffe, sogenannte Inhibitoren, zum Zwecke des Korrosionsschutzes beigemengt.

Allerdings wird eine Behandlung des Umlaufwassers mit künstlichen bzw. chemischen Substanzen zur Senkung des Härtegrades seitens der VDI-Richtlinie nur in speziellen Ausnahmefällen empfohlen. Die VDI 2035 schlägt stattdessen eine Wasserbehandlung mit natürlichen Mitteln zur Entsalzung bzw. Senkung des pH-Wertes vor.
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Wie sieht optimal aufbereitetes Heizungswasser nach VDI 2035 aus?

  • Elektrische Leitfähigkeit unter 100 Mikrosekunden pro Kubikmeter
  • Härtegrad zwischen 8,2 und 10,5
  • Sauerstoffgehalt unter 0,1 Milligramm pro Liter

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Ist der Zusatz von Inhibitoren im Heizungswasser zu empfehlen?

Inhibitoren stellen eine Kombination organischer und anorganischer Hemmstoffe dar, die ungewollte Reaktionen eines Mediums verzögern oder verhindern. Bei Heizanlagen halten sie den pH-Wert des Umlaufwassers konstant zwischen 7,0 und 8,5. Die verhindert weitgehend eine elektrolytische Reaktion und die dadurch entstehende Korrosionsbildung im Heizkessel. Darüber hinaus bilden Inhibitoren einen Schutzfilm, der alle Elemente der Heizanlage überzieht und wasserabweisende Eigenschaften aufweist. Dies beugt der Entstehung von Korrosion wirksam vor und ist daher absolut empfehlenswert.
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Wie läuft eine Heizungswasseranalyse nach VDI 2035 in der Regel ab?

Zuerst wird ein unbenutzter und gereinigter Kunststoffbehälter randvoll mit Wasser aus der Heizungsanlage gefüllt. Diese Wasserprobe geht unmittelbar nach der Entnahme an das auswertende Fachunternehmen. Dort wird die Probe zunächst registriert und im internen Labor nach standardisierten Verfahren chemisch analysiert. Dabei werden sämtliche Ergebnisse lückenlos dokumentiert. Einige Tage später sendet das Prüfinstitut die Testergebnisse inklusive einer Interpretation der einzelnen Werte, Marker und Parameter zurück.
Grundlage für die Bewertung der einzelnen Testresultate sind die Anforderungen, welche die VDI-Gesellschaft "Bauen und Gebäudetechnik" an die Qualität von Heizwasser stellen. In der Regel werden am Ende des Prüfberichts die Ergebnisse kurz verbal zusammengefasst und entsprechende Handlungsempfehlungen ausgesprochen.
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Sind Bakterien im Heizungswasser gefährlich?

Wasser enthält von Natur aus immer eine geringe Konzentration von Mikroorganismen. Diese Menge  bereitet einer Heizanlage, die sich auf dem aktuellen Stand der Heiztechnik befindet, keinerlei Schwierigkeiten. Wird jedoch der gemäß Trinkwasserverordnung empfohlene Wert von 100 KBE/100 ml (koloniebildende Einheiten) überschritten, kommt es durch die enstandenen Säuren und Schwefelwasserstoffe zu chemischen Reaktionen im Heizwasser. Diese Emissionen können auch einer modernen Heiztechnik Probleme bereiten, da der pH-Wert des Umlaufwassers durch den Säureüberschuss allmählich sinkt. Dies kann aber sehr einfach durch Zugabe flüssiger pH-Stabilisatoren wie etwa Trinatrium-Phosphat unterbunden werden. Der Stabilisator wird dabei aus Kartuschen direkt in den Heizungswasserkreislauf geleitet.
Ein spezielles Thema sind elektrische Fußboden- bzw. Flächenheizungen. Diese werden nach derzeitigem Stand der Technik sowohl im Vor- als auch im Rücklauf mit niedrigen Temperaturen von 25 bis 40 °Celsius betrieben. Diese Temperaturen bilden einen idealen Nährboden für Keime, Bakterien und andere Kleinstlebewesen. Hier sind insbesondere die Hersteller gefordert Rücklaufmechanismen zu entwicklen, die mit Temperaturen um die 100 °C betrieben werden.
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Was bedeutet die VDI-Richtlinie 2035 für den Verbraucher?

Vor allem Hausbesitzer sollten die wichtigsten Vorschriften der Richtlinie VDI 2035 kennen. Denn sie enthält verbindlich einzuhaltende Vorgaben zu den Themen Steinbildung, wasserseitige Korrosion und abgasseitige Korrosion. Diese sind unter anderem dann relevant, wenn es um das Einfüllen oder Entleeren von Heizungswasser geht. Derartige Vorschriften bzw. Richtlinien werden durchaus auch im Interesse der Haus- bzw. Bauherren erlassen und sind daher für diese Gruppe hoch relevant. Schließlich können ungeeignete Durchflussmedien oder eine falsche Bedienung der Heizungsanlage schwere und irreparable Schäden an der Heiztechnik hervorrufen.
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